schon wieder ein wunderbarer essay auf der Freitag über den krimifetisch des deutschen bürgertums.
diesmal von Arabella Wintermayr. danke =)
Die Faszination für den Krimi ist damit eine eigentümliche Form des Eskapismus. Sie besteht nicht etwa in einer Utopie oder darin, in ferne Welten zu entfliehen, sondern begnügt sich damit, sich innerhalb der eigenen zu verorten – auf der sicheren Seite.
es scheint in der volksseele eine besessenheit zu geben über dieses voyeuristische othering-gegrusel aus der sicherheit des sofas heraus. in den 80ern wurde das ganz viel bedient durch "aktenzeichen xy", später gerichtssendungen wie "richterin barbara salesch" oder "richter alexander hold", oder polizei-scripted-reality "auf streife".





